Bester Zeitpunkt
Effekte
Wärmeregulation
Haut und Wasser
Sinne und Wasser
Kommunikation
Hebammenvorteil
Zubehör
Quellenangaben
Literatur

Babyschwimmen - ab wann?

Seit den 60er-Jahren gibt es in Deutschland das so genannte "Babyschwimmen", Sportlerinnen bieten Kurse für Kleinkinder ab dem Babyalter, früher ab 12 Monaten, heute ab 6 Monaten und gelegentlich auch schon ab 2 Monaten an. Der Begriff "Babyschwimmen" meint meistens "Wassergewöhnung für Babys".

Da seit einigen Jahren nahezu alle deutschen Kliniken auch die Wassergeburtshilfe anbieten, gibt es immer mehr Babys, die nicht an das Wasser gewöhnt werden müssen, sondern ganz spezifische, an das Wasser angepasste Fähigkeiten nach der Geburt weiterhin ausüben wollen.

Wann können die Eltern mit ihrem Baby ins Schwimmbad gehen? Hier setzt die Beratungstätigkeit der Hebamme an, denn sie bildet mit dem Angebot von »Wassertraining« in der postpartalen Rückbildungs- und neonatalen Wasserphase die Schnittstelle zwischen Wassergeburt und Babyschwimmen.

Europaweit ist diese Aufgabe sehr unterschiedlich verteilt: Im Norden, z.B. in Schweden, wird das Babyschwimmen von Kinderärztinnen angeboten. Im Süden gehört es eher zur Freizeit und Sporterziehung. In Deutschland finden wir vor allem die bayerischen Kinderschwestern, die in Kooperation mit Hebammen das Babyschwimmen in klinikinternen Schwimmbecken für ihre Wasserbabys anbieten. Im außerklinischen Bereich ergänzen Hebammen ihre Wochenbettbetreuung mit dem Wassertraining für Mutter und Baby. Aber auch Geburtsvorbereiterinnen, Psychologinnen und Sporterzieherinnen bieten ambulante Dienste in Schwangerschaft und Mutterschutzzeit an. Die Kooperation mit der Hebamme bringt ihnen eine fachliche und medizinische Sicherheit, die den Kenntnissen der Geburtsphysiologie entspringt.

Eine alte Hebammenweisheit sagt: »Neun Monate kommt die Schwangerschaft, neun Monate geht sie.« Dies betrifft selbstverständlich nicht nur die Gebärmutter, sondern auch das Kind. Neun Monate hat es sich im Wasser entwickelt. Seine Sinne sind auch nach der Geburt noch ans Wasser angepasst. Ein Baby kann unter Wasser ohne Mühe seinen Blick fokussieren, es sieht auch über 30 cm hinaus gut. Ab etwa dem fünften Tag kann das Baby Klangfarbe und Frequenz ungedämpft hören, seine Hörfähigkeit übertrifft die der Erwachsenen vor allem in der Frequenzbreite.

Am meisten ausgebildet hat es allerdings seinen Tastsinn, denn diesen braucht es zur Orientierung bei der Geburt. Die Haut wird im Wasser stimuliert, ihre taktilen Sensoren in der Wahrnehmungsfähigkeit gefördert. Auch der Gleichgewichtssinn wird durch Wasser gefördert. Das Wassertraining kann die Entwicklung und Sinnespflege so intensivieren, dass evtl. perinatale Verletzungen »spontan« ausheilen können. Die Reflexe, die ein Baby befähigen, selbstständig aus dem mütterlichen Geburtskanal herauszukommen, werden durch das Wassertraining in motorisch gesteuerte Bewegungsmuster gewandelt. Der Neokortex (Teil der Großhirnrinde) übernimmt die Steuerung der Reflexe. Mit etwa neun Monaten hat jedes Baby seinen »Landgang« beendet.




Bester Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt für den Beginn des „Frühen Babyschwimmens“ ist in der Neugeborenenphase, wenn die Geburtsreflexe noch und die Temperaturregulation schon vorhanden sind. Einige Neugeborene können nach wenigen Tagen bereits ins Schwimmbad kommen, andere mit 8 Wochen. Nur wenige Kinder (z.B. Frühgeburten, bei der Geburt erkrankte Kinder) sollten erst nach dem 2. Lebensmonat mit dem Babyschwimmen beginnen. Die Hebamme wird die Fähigkeiten eines jeden Kindes individuell beurteilen, bevor sie es in die Babyschwimmgruppe aufnimmt.




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