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Quellenangaben
Literatur

Sinnes-Entwicklung und Babyschwimmen

Sinnes-Entwicklung der Augen

Das Neugeborene bringt bereits Seherfahrungen aus seiner pränatalen Entwicklung im Fruchtwasser mit. Das Frühe Babyschwimmen setzt die visuelle Entwicklung fort. Beim Tauchen haben alle Babies ihre Augen geöffnet. Sie sehen unter Wasser so perfekt wie sie es im Fruchtwasser schon gekonnt haben. An Land kann das Baby erst etwa 30 cm weit scharf sehen. Da das Wasser wie ein Vergrößerungsglas wirkt, muss es beim Tauchen weiter weggehalten werden, damit es seine Mutter gut sieht.




Babyschwimmen - Tauchspiele

Sehspiele Ringe aus dem Wasser holen

Objekte in größerer Entfernung können erst scharf gesehen werden, wenn die Fähigkeit zu Akkomodieren geübt wurde. Das regelmäßige Tauchen beim Babyschwimmen begünstigt diesen Prozess. Nach der 6. Lebenswoche macht es den meisten Babys Spass, unter Wasser so gut sehen zu können, der richtige Zeitpunkt für Unterwasser-Sehspiele (Quelle: Brandenburg M, Testa A: Ich sehe was, was du nicht siehst, Mare Magazin, 2005, Ulrich Bahnsen: Rätsehalfter Scharfblick in Die Zeit, 22.5.2003).

Geometrische Formen, wie Kreis, Dreieck oder Quadrat sind interessante Seh-Objekte für Babies. Besondere Freude hat ein Neugeborenes an schwarz/weiß gestreiften Formen (Baby-Shapes). Auch unter Wasser machen geometrische Formen dem Baby Spaß!




Wie verläßlich die Bindung zwischen Mutter und Kind sein wird, hängt zu einem großen Teil vom ersten Blickkontakt direkt nach der Geburt ab. Bei einigen Geburtsverläufen hatten Mutter und Kind keine Gelegenheit, sich in die Augen zu schauen und dabei ineinander zu verlieben. Wenn sie später ins Babyschwimmen gehen, kann der initiale Bindungsaugenblick noch nachgeholt werden. Dazu steht die Mutter im Wasser am Beckenrand und schaut zu ihrem Baby. Sie ruft ihr Baby beim Namen und eine zweite Person schiebt es ein paar Zentimeter unter der Wasseroberfläche zu ihr hin. Gleichzeitig taucht die Mutter ab und sucht unter Wasser die Augen ihres Babies, während sie es in Empfang nimmt.Beim gemeinsamen Auftauchen hält sie den Blickkontakt noch eine Weile und spricht das Baby mit seinem Namen an.




Babyschwimmen - Tauchen mit Mutter

Bonding durch Blickkontakt unter Wasser

Da ein Baby in den ersten zwei Lebensmonaten unter Wasser besser sehen kann als in der Luft, wird es bei dieser Übung den Blickkontakt mit seiner Mutter leicht bewerkstelligen können. An seinen großen Augen erkennt man den Aha-Effekt und den Erfolg der visuellen Bindung - übrigens bei beiden - bei Mutter und Kind. Dieser Aha-Effekt ist unter Wasser wesentlich schneller zu beobachten, als an Land. Eine Wiederholung der Tauchübung ist nicht nötig, macht den Beiden aber erfahrungsgemäß Freude. Mindestens der erste Tauchversuch sollte immer mit einer geschulten Kraft statt finden.




Sinnes-Entwicklung des Gehörs

Neugeborene erkennen die Stimme ihrer Mutter und pränatal gehörte Geschichten, Gedichte wie Erkennungsmelodien. Reime spiegeln Rhythmus und Bewegung einer Sprache wider, weshalb man idealerweise beim Vorsprechen passende Bewegungen und Gebärden anbindet. Die Eigenschaft, mit Babys zu singen, ist weltweit allen Müttern angeboren (Tomatis) , das Singen in der Schwangerschaft schafft Erkennungsmelodien für die Einschlafrituale im 1.Lebensjahr.

Während singende Mütter für die Kinder normal sind, werden sie sich an singende Väter ein Leben lang erinnern. Die tiefen Frequenzen zwischen 125 Hz und 1000 Hz werden überwiegend im Gleichgewichtsorgan des Ohres wahrgenommen. Mit ihm sind alle Skelettmuskeln über die Haarzellen verbunden. Alle tiefen Töne erwecken die Erinnerung an pränatale Bewegungen und werden mehr gefühlt als gehört. Eine Stimulation des motorischen Systems durch das Gehör ist vor allem mit tiefen Frequenzen im leitenden Medium Wasser erreichbar. Der HNO-Arzt Tomatis fand in seiner Arbeit heraus, dass ein Neugeborenes etwa fünf Tage nach der Geburt "ein zweites Mal geboren wird, mit der Akustischen Geburt" (Quelle: Tomatis A: Klangwelt Mutterleib, Kösel-Verlag).

Das Baby erkennt plötzlich die vorgeburtlich wahrgenommene Umgebung am Klang wieder. Auch seinen Vater kann es nun untrüglich wieder erkennen, wenn dieser ihm während der Schwangerschaft genügend Hör-Kontakte verschafft hat. Dieses Hör-Erlebnis des Wiedererkennens ist für den Vater leicht zu beobachten, wenn er mit seinem Kind täglich badet. Es dient der Integration des neuen Familienmitgliedes und der Bindung des Vaters an das Neugeborene (Liedloff), weshalb die akustische Geburt eine soziale Geburt ist und auch „Vater-Geburt“ genannt werden könnte.




Sinnes-Entwicklung des Gleichgewichtorgans

Neugeborene, die in den ersten Tagen ohne Kleidung an der nackten Haut der Mutter den Hautkontakt geniessen konnten, sind erfahrungsgemäss schon nach drei Tagen orientiert im Raum, kennen den Nestgeruch sicher und haben kaum Angst, wenn sie im Elternbett auch mal allein liegen sollen, z.B. wenn Mutter duscht, Vater kocht. Außerdem haben sie auf der Brust der Eltern das regelmäßige Atmen gelernt, kennen deren Schlafkultur und beeinflussen die Milchbildung sicherer.

Jedes Baby ist ein Tragling und soll deshalb ab Geburt viel am Körper getragen werden. Daneben kann es zusätzlich in Hängematte, Hängekorb u.a. mit einer im Erdenton G schwingenden Feder gewiegt werden. Beim Baden wird ein Baby vom Wasser getragen und freut sich über einen guten Auftrieb. Im Schwimmbecken werden die Greifreflexe automatisiert und zu wirksamen Klammerbewegungen entwickelt. Auf den Muskeltonus und den Klammer-Erfolg des Babys ist zu achten, denn es müsste sich selbständig an einer Schnur festhalten können. Tragetücher sollen dem Wasserbay auch an den Fußreflexen Greifmöglichkeiten bieten. Später erfreuen sich die Kinder an allen Klettermöglichkeiten.




Im Frühen Babyschwimmen wechseln sich Übungen zum Gleichgewicht, Fliegespiele in der Luft und Tauchübungen, ab. Bereits im ersten Lebensjahr hüpfen die Kinder vom Beckenrand und später vom Sprungbrett ins Wasser (Legahn U: Aquapädagogik: - früh, sicher und vielseitig schwimmen). An Land können sie gut auf einem Bein stehen, nachdem sie reichlich Gelegenheit gehabt haben, die Balance im Wasser zu üben. Die Gleichgewichtsübungen helfen ihnen, die Koordination der Körperseiten und das Laufen sicherer zu erlernen (Quelle: Ahrendt L: Säuglingsschwimmen: Theorie und Praxis des Eltern-Kind-Schwimmens im ersten Lebensjahr).




Balance-Spiele trainieren Muskelkraft und Koordination

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Quellenangaben Quellenangaben zu den Seiten "Frühes Babyschwimmen"

Literatur Literaturempfehlung zu Babyschwimmen und Kommunikation mit dem Baby







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